Postpartale Inkontinenz – Ursachen und erste Schritte

Herzlich willkommen! In diesem Beitrag dreht sich alles um postpartale Inkontinenz – ein Thema, das viele Frauen nach der Geburt betrifft. Du erfährst, welche Ursachen dahinterstecken und welche ersten Schritte du unternehmen kannst, um deinen Alltag wieder entspannt zu meistern.

Inkontinenz Blasenschwäche

Was ist postpartale Inkontinenz

Postpartale Inkontinenz bezeichnet den ungewollten Harnverlust nach der Geburt. Dabei unterscheidet man vor allem zwischen:

  • Stressinkontinenz: Harnverlust bei körperlicher Belastung (z. B. Husten, Lachen, Sport).
  • Dranginkontinenz: Plötzlicher Harndrang, dem häufig nicht rechtzeitig nachgekommen werden kann.

Beide Formen können nach der Geburt auftreten, wobei Stressinkontinenz besonders häufig beobachtet wird.

Ursachen: Geburtstrauma, Hormonumstellung & Beckenbodenschwäche

Die häufigsten Gründe für postpartale Inkontinenz sind:

  • Geburtstrauma:
    Die starke Beanspruchung des Beckenbodens während der Entbindung kann zu Mikroverletzungen und einer geschwächten Muskulatur führen.
  • Hormonumstellung:
    Nach der Geburt verändern sich die Hormonwerte. Dadurch kann das Bindegewebe weicher werden, was die Blasenkontrolle zusätzlich erschwert.
  • Beckenbodenschwäche:
    Viele Frauen merken erst nach der Geburt, wie sehr der Beckenboden an Stabilität verloren hat. Eine geschwächte Muskulatur erhöht das Risiko für Inkontinenz.

Diese Ursachen können oft miteinander verknüpft sein und unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten.

Erste Schritte: Selbsthilfetipps und professionelle Beratung

Wenn du unter postpartaler Inkontinenz leidest, gibt es bereits einige erste Schritte, die du gehen kannst:

  • Selbsthilfetipps:
    • Führe einfache Beckenbodenübungen durch. Schon wenige Minuten täglich helfen, die Muskulatur zu stärken. In meinem Beitrag zu Übungen im Alltag findest du eine kleine Anleitung für ein tägliches Training.
    • Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um Reizungen der Blase zu vermeiden.
    • Vermeide schweres Heben in den ersten Wochen nach der Geburt.
  • Professionelle Beratung:
    • Sprich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt über postpartale Inkontinenz. Oft können Rückbildungskurse oder Physiotherapie wertvolle Unterstützung bieten.
    • Rückbildungskurse gibt es mittlerweile auch Orts- und Zeitunabhängig online. Informationen findest du in meinem Beitrag Online Rückbildungskurse.
    • In diesem Artikel der Apotheken Umschau findest du zusätzliche Informationen zum Umgang mit Blasenschwäche nach der Geburt.

Diese Maßnahmen können dir helfen, den Alltag besser zu bewältigen und langfristig die Symptome zu reduzieren.

Sollten deine Beschwerden bereits länger anhalten findest du in meiner Blogübersicht weitere nützliche Informationen zu Übungen, Therapien und Helfern im Alltag.

Fazit: Dein Weg aus der postpartalen Inkontinenz

Postpartale Inkontinenz kann belastend sein, doch du bist nicht allein. Mit gezieltem Training, professioneller Beratung und einfachen Veränderungen im Alltag lassen sich die Symptome oft deutlich lindern. Denke daran, dass es immer Lösungen gibt – und du hast bereits den ersten Schritt getan, indem du dich informierst.

Hast du Fragen, Anregungen oder ein spezielles Thema auf dem Herzen, schreib mir einfach. Gemeinsam schaffen wir das!

Liebe Grüße

Franziska

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